Klemens Luger Klemens Luger

39 - Der Kickstarter und das Marketing

39 - Der Kickstarter und das Marketing

Wer nichts von einem Spiel weiß, wird es auch nicht kaufen. Ohne Marketing kommt man nicht weit, solange man sich noch keinen Namen gemacht hat. Ob das Marketing ausreichend ist, ist leider gerade für Erstautoren äußerst schwierig einzuschätzen.

Üblicherweise ist die Zahl der Newsletter-Abonnenten ein hervorragender Indikator, ob ein Kickstarter gut laufen wird. Meine Zahl war leider noch nicht so hoch wie erhofft und das hat man auch beim Start der Kampagne gemerkt. Allerdings weiß ich auch im Vorfeld nicht, wie viele mögliche Unterstützer ich in dem Monat vor dem Kickstarter finde. Denn in diesem Monat passiert natürlich am meisten.

Es gab zwei Messeauftritte. Die BerlinCon 2 Wochen vor dem Kickstarter und die Spiel in Essen während der Kickstarter-Kampagne. Ich hatte den Eindruck, dass diese Messen auch viele Unterstützer gebracht haben. Wenn man auf der Messe jedoch noch keine Spiele verkaufen kann, ist der finanzielle Aufwand dafür aber sehr groß.

Danke an die lieben Spieler auf den Messen!

Außerdem weiß man vor dem Kickstarter nicht, wie stark sich Reviews auswirken. Natürlich hätte ich sie zeitlich so ansetzen können, dass sie deutlich vor dem Kickstarter erscheinen, allerdings kann man erwarten, dass Personen, die von einem Review begeistert sind, möglichst schnell ans Spiel kommen wollen. Deshalb wird für gewöhnlich empfohlen, diese nahe am Kickstarter-Start zu zeigen. Ich denke auch, dass das sinnvoll ist. Allerdings lässt einen ein solches Timing leider recht lange im Ungewissen, wie viele interessierte Personen man damit findet.

Reviews hatte ich tatsächlich sehr viele. Meine acht ausgesendeten Prototypen haben insgesamt zu über 20 Reviews geführt, und ich bin sehr zufrieden mit dem erhaltenen Feedback.

Und natürlich gab es darüber hinaus noch Facebook-Werbung, die viele Personen erreichte.

Während der Kickstarter-Kampagne merkte man allerdings recht schnell, dass etwas fehlte. Trotz des großen Aufwands für eine englische Version und des Marketings für englischsprachige Brettspieler haben wir wohl nicht genügend Spieler erreicht. Denn nur etwa 20% der Unterstützer kamen aus dem englischen Sprachraum.

Marketing kostet aber sehr viel Zeit und Kapital. Damit eine Kickstarter-Kampagne hübsch aussieht, sind auch die Illustratoren und Grafiker wieder gefragt. Beim Marketing gibt es hinter den Kulissen viel zu organisieren und das erfordert jede Menge Kreativität und Zeit. Und die Kosten sind nicht zu unterschätzen. Die Messen kosteten etwa 4.000€. Reviewprototypen (selbstgemacht!), Versand, Werbevideos für Kickstarter und YouTube kommen auch auf etwa 4.000€ und digitale Werbung nimmt noch weitere 3.000€ in Anspruch. Das ist nicht wenig Geld und dennoch leider nötig.

Nur eine von vielen Grafiken für die Kickstarter-Seite (Gif Suchen)

All diese Zeit und das Geld würde ich natürlich lieber ins Brettspiel stecken. Ich kann auf jeden Fall empfehlen, wenn ihr ein Spiel macht, schaut, dass ihr eine Person im Team habt (oder jemanden bezahlen könnt), die sich um das Marketing für euch kümmert.

Mit so einem Budget sollte es doch eigentlich besser laufen mit dem Kickstarter, oder nicht?

Für ein kleines Spiel hätte es bestimmt gereicht und der Kickstarter hätte problemlos geklappt. Allerdings ist Magical Friends kein kleines Spiel und damit misst es sich mit großen anderen Spielen auf Kickstarter. Gerade im Oktober, wo viele Firmen ihre Kampagnen starten, damit sie nicht ins Weihnachtsgeschäft kommen (Kickstarter ist nicht so toll für Weihnachtsgeschenke ;) ), misst man sich mit größeren Teams. Teams, die aufgrund von früheren Projekten bereits das Vertrauen der Kickstarter-Community genießen, Teams, die aus mehr Personen bestehen und eigene Teammitglieder fürs Marketing haben, und natürlich mit Firmen, denen ein größeres Kapital zur Verfügung steht.

Das eigene Marketing-Kapital wird deutlich weniger effizient, wenn es einem großen Marketing-Budget gegenübersteht. Denn, wenn sehr viel Werbung von anderen Firmen geschaltet wird, geht meine unter. Für neue Kickstarterprojekte würde ich auf jeden Fall nicht empfehlen, im Oktober zu starten.

Ich denke, ein Großteil meiner Unterstützer bestand aus Personen, die mich persönlich kennengelernt haben. Die meisten Unterstützer kamen aus Österreich und Deutschland, wo wir natürlich auch auf Messen unterwegs waren und am meisten mit Leuten gesprochen haben. Leute, die die Möglichkeit hatten, Vertrauen zu uns aufzubauen.
Wenn dies nicht der Fall ist, kann man nur der Werbung und dem Angebot folgen. Hat man nur ein begrenztes Budget, muss man wählen. Man kann sich dann für ein Produkt entscheiden, das einem gefällt, bei dem man Vertrauen in die Firma hat und bei dem man noch viel Bling-Bling in der Kampagne bekommt. Oder eben für ein Produkt, das einem zwar gefällt, bei dem man aber den Autor nicht kennt und leider auch nicht so viel Bling-Bling bekommt.

Eine Deluxe-Version bringt dieses besondere Bling-Bling mit sich, birgt aber auch ein gewisses Risiko. Tatsächlich ist sie aber genauso Risiko wie die Werbung und man sollte sie wohl auch eher als Werbung betrachten. Für den zweiten Kickstarter werde ich mir noch gut überlegen, ob ich nicht doch eine Deluxe-Version anbieten möchte.

Außerdem bin ich nicht so ganz zufrieden mit meiner Landingpage für das Newsletter-Abo. Die möchte ich auf jeden Fall noch besser machen. Die Plattform, die ich bisher nutze, schränkt meine Möglichkeiten zu sehr ein.

Vielleicht gibt es auch noch Anpassungen am Cover des Spiels, um etwas besser zu zeigen, dass es hier um ein Spiel mit viel Interaktion geht, bei dem man auch mal fies zueinander ist. Aufgrund des Covers erwarteten sich Leute teilweise ein Familienspiel und nicht etwa ein Hobbyspiel.

Es ist auf jeden Fall leichter, für etwas zu werben, je fertiger es wird. Ich habe gemerkt, dass viel mehr Feedback und Interesse kommt, wenn das, was man postet, hübscher aussieht. Es wird also mit jedem Schritt einfacher. Gut, dass Magical Friends nun schon so weit ist, das macht den erneuten Versuch im nächsten Jahr auf jeden Fall etwas angenehmer.

Habt ihr Erfahrungen zu diesem Thema gemacht? Habt ihr Werbung zu Magical Friends erhalten? Wie geht's euch mit Werbung?
In den nächsten Beiträgen beschäftige ich mich wieder mit Design!

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Klemens Luger Klemens Luger

38 - Der Kickstarter und das Ziel

38 - Der Kickstarter und das Ziel

Bestimmt fragt sich der eine oder die andere, warum ich den Kickstarter bei 21.000€ abgebrochen habe, wenn wir die 25.000€ doch geschafft hätten. Vermutlich wären es in der letzten Woche etwa 27.000-29.000€ geworden.

Aber was steckt hinter diesem Ziel? Es wäre tatsächlich möglich, eine kleine Auflage des Spiels zu produzieren. Klingt doch eigentlich gut, oder? Na ja, nicht ganz.
Ich könnte 1500 Stück des Spiels produzieren und hätte bereits 500 Exemplare verkauft. Puffer für die aktuell stark schwankenden Frachtkosten wäre dabei aber kaum noch einer übrig. Zusätzlich müssen die weiteren 1000 Stück des Spiels noch verkauft werden, denn für die fallen natürlich auch Lagergebühren an. Man sollte dabei bedenken: Bei einem kleinen Kartenspiel passen ohne Probleme 1500 Stück auf eine Palette. Für ein Spiel in der Größe von Magical Friends sind es eher 10 Paletten.

Das Spiel als noch sehr unbekannter Autor außerhalb von Kickstarter zu verkaufen, ist auch bestimmt schwieriger und sehr aufwendig. Wird es an Händler verkauft, ist der Verkaufspreis deutlich niedriger. Üblicherweise geht man dabei von 45% des Nettopreises bzw. 60% des Bruttopreises aus. Bei Distributoren ist der Preis noch etwas niedriger.

Zwar lässt sich mit diesen restlichen Spielen bestimmt noch Umsatz machen, bis jetzt wurden aber auch nur die Produktionskosten bezahlt. Die Werbekosten wurden bis jetzt von mir übernommen und auch meine Illustratorinnen sollen gerecht bezahlt werden.
Somit würde ich möglicherweise neben Fracht und Lagerrisiko nach dem Verkauf der Spiele vielleicht mit weniger Verlust dastehen, als ich es bis jetzt tue, meine Arbeitszeit (die auch nach dem Kickstarter mit Produktion und Verkauf weiter steigt) würde noch nicht im Geringsten vergütet werden. Man sollte dabei nicht aus den Augen verlieren, dass ich mittlerweile bereits 3000 Arbeitsstunden in dieses Spiel gesteckt habe. Das sind 2 Jahre Vollzeitarbeit, in der ich kein anderes Gehalt erhalten habe.

Zur alten Kampagne gehts hier und zur neuen hier

Es ist natürlich toll, das erste Spiel produziert und verkauft zu haben, und bei einer weiteren Auflage, einer Erweiterung zum Spiel oder einem zweiten Spiel würde wohl ein größerer Erfolg zu erwarten sein. Allerdings sollte das Spiel dann auch wirklich toll produziert werden, und mit einem erreichten Ziel von 25.000€ fehlen leider noch ein paar Features, die ich gerne im Spiel hätte.

Warum dann nicht gleich ein höheres Ziel angeben? Je höher das Ziel, desto später wird es erreicht, und das ist ein großes Problem. Es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass wir eine höhere Unterstützungssumme erreicht hätten, wenn ich das Ziel nur auf 20.000€ gesetzt hätte. Warum? Sobald ein Ziel erreicht wurde, ist das Projekt erfolgreich und erfolgreiche Projekte werden auch lieber unterstützt. Es können auch Stretchgoals, also Upgrades für das Spiel, erst freigeschaltet werden, wenn das Ziel erreicht wurde.

Ich habe also ein Ziel genommen, das zwar so niedrig wie möglich war, mit dem es aber tatsächlich möglich wäre, das Spiel zu produzieren. Andererseits sollte es plausibel sein, den Kickstarter gegebenenfalls abzubrechen. Hätte ich einen größeren Vertriebspartner gefunden, hätte ich den Kickstarter vielleicht auch gar nicht abgebrochen.

Das Kickstarter-Ziel ist also in gewisser Weise auch ein Marketing-Tool, was beim Marketing wohl nicht so geklappt hat, werde ich im nächsten Eintrag ansprechen.
Was ist deine Meinung zu Kickstarter-Zielbeträgen? Hinterlasse mir einen Kommentar.

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Klemens Luger Klemens Luger

37 - Nach dem Kickstarter ist (leider) vor dem Kickstarter

37 - Nach dem Kickstarter ist (leider) vor dem Kickstarter

Seit dem letzten Eintrag auf diesem Blog sind ein paar Monate verstrichen. Es ist viel passiert und es gibt viel zu erzählen. Zu viel, um es in einem Blog-Eintrag zu teilen, und dann stellt sich noch die Frage, wo ich hier überhaupt mit dem Bericht beginnen soll ...

Die Kickstarterkampagne war eine Achterbahn der Gefühle. Die Nerven lagen ohnehin schon blank, nachdem man 2 Jahre auf diesen Moment hingearbeitet hat. Jeder kleine Rückschlag fühlt sich riesig an, jeder kleine Erfolg ebenso.

Zusätzlich steckt ein enormer Aufwand hinter so einer Kickstarterkampagne. Deshalb gab es auch in den letzten Monaten keinen Blog-Eintrag. Ich war nun 10 Wochen lang 60h/Woche ohne freie Wochenenden damit beschäftigt. Mehr ging dann einfach nicht mehr, ich hatte die Grenzen meiner Kreativität erreicht.

Wohin geht die Zeit? Man verbringt sie mit den nötigsten Vorbereitungen, um die Kickstarter-Seite präsentabel zu machen. Zum Beispiel mit dem Design der Kickstarter-Seite, mit Videos und der Aufbereitung der Reviews. Und dann gab es noch die Vorbereitungen und die Teilnahmen an den Messen in dieser Zeit wie der BerlinCon zwei Wochen vor der Kampagne und der Spiel 2021 in der Mitte der Kampagne.

Natürlich wurde in jeder freien Minute Werbung gemacht. Postings auf Social-Media-Plattformen wollten hochgeladen, Reviews geplant und angekündigt werden. Man muss sich um bezahlte Werbung auf Facebook und Co kümmern und jede Option nutzen, die man finden kann, um das Spiel zu promoten. Außerdem bekommt man auf einmal viel Aufmerksamkeit von Herstellern, Fullfillment-Services und Publishern. Und dann war da noch die Kampagne selbst. Ich musste immer aktiv sein und möglichst viele Interaktionen setzen.

Ich habe zwar Illustratorinnen, die mich mit den Grafiken und auch auf den Messen unterstützen, ansonsten kümmere ich mich allerdings allein um all diese Dinge. Und auch wenn ich gerne kreativ bin, hat Kreativität auch ihre Grenzen, vor allem wenn so viele dieser Dinge sehr viel davon benötigen. Das war auf jeden Fall sehr erschöpfend.

Auch wenn es sehr schade ist, dass der Kickstarter nicht geklappt hat, die Pause tut jetzt auch mal gut. Dieses Wochenende hatte ich zum ersten Mal seit Langem ein freies Wochenende mit Freunden und Brettspielen ... und jeder Menge Kuchen, und das war hervorragend. :-)

Nun habe ich noch nicht viel über die Kampagne und den Abbruch erzählt, dazu mehr beim nächsten Mal. Es gab viele Erfahrungen, die ich machen durfte, darunter auch einige sehr positive. Magical Friends geht nächstes Jahr auf jeden Fall in die nächste Runde, so viel ist sicher.

Ich werde euch in den nächsten Einträgen viel zu erzählen haben, außerdem möchte ich alte Einträge mit den neuen Erfahrungen ergänzen, das werde ich aber auch immer in den neuen erwähnen.

Welche Fragen zu Kickstarter oder zum Abbruch würden dich denn am meisten interessieren? Schreib uns einfach einen Kommentar und ich werde entweder dort oder in einem eigenen Blog-Eintrag antworten.

Update: Das ist natürlich schon ein alter Blog Eintrag. Das Spiel ist natürlich schon veröffentlicht. Der Eintrag hat aber trotzdem Relevanz, da es eben auch passieren kann das ein Kickstarter abgebrochen wird.

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Klemens Luger Klemens Luger

33 - Erste Messestände

33 - Erste Messestände

Eine große Entscheidung wurde getroffen! Ich habe Messestände für Magical Friends auf der "BerlinCon" und auf der "Spiel" in Essen dieses Jahr gebucht. Gemeinsam mit meinen beiden tollen Illustratorinnen Nessi und Hannah werden wir die beiden Messen nicht nur besuchen, sondern du kannst uns dort auch kennenlernen!


17. - 19. September
Station Berlin
https://berlin-con.de/

Die Entscheidung dafür war nicht einfach. Wie bereits früher schon erwähnt, sind Messestände sehr teuer, wenn man am Stand noch nichts zu verkaufen hat. Interessante Aspekte an den Messen sind vor allem längerfristige Kontakte. Bereits 2019 konnte ich Kontakte zu 19 Brettspielherstellern aufnehmen. Das hat mir enorm geholfen, einen Überblick zu bekommen, wie die Fabriken arbeiten und womit man in Verträgen rechnen kann.

Geplant ist, dass die Kickstarterkampagne Anfang Oktober startet. Das heißt auf der "BerlinCon" (Mitte September) wird die Kampagne vorbereitet und angekündigt. Genauso werden wir dort die Messedeko für die "Spiel" testen. Während der "Spiel" wird unsere Kampagne bereits laufen, genauer gesagt wird sie gerade bei der Halbzeit sein - das ist ein Zeitpunkt, an dem üblicherweise wenig in der Kampagne passiert. Ich bin gespannt, welche Auswirkungen die "Spiel" auf den Kickstarter haben wird!

https://www.spiel-messe.com/de/

Möglicherweise kann ich interessante Kontakte zu Publishern aufbauen, mit denen man nach der Kickstarterkampagne zusammenarbeiten kann. Es gibt dort bestimmt auch Reviewer, die vor Ort oder vor Ende der Kampagne Werbung für das Spiel machen wollen. Und hoffentlich treffen wir viele tolle Fans auf den Messen, die uns ein wenig auf dem Weg begleiten werden. Für Hannah und Nessi finden sich vielleicht neue Auftraggeber für zukünftige Projekte.

Wir sind auf jeden Fall schon total aufgeregt und freuen uns sehr auf die Messen. Wir haben auch ein paar spannende Ideen, wie wir unseren Stand interessant gestalten können. Es wird bestimmt sehr lustig werden!

Werden wir dich auf der Messe treffen? Gibt es etwas, abgesehen von einem aktuellen Prototyp, das wir auf den Ständen auf jeden Fall zeigen sollten?

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Klemens Luger Klemens Luger

32 - Kickstarter-Vorbereitungen

32 - Kickstarter-Vorbereitungen

Für den Kickstarter-Start gibt es natürlich viel vorzubereiten. Vor allem Werbung. Reviewprototypen sind unterwegs, und Social-Media-Beiträge starten wieder. Aber auch die Kickstarter-Seite muss schön werden und benötigt Banner, GIFs und Videos.

Für die Einleitung des Kickstarter-Videos habe ich mir drei Clips überlegt, die ein wenig erzählen, worum es bei Magical Friends geht. Warum drei Clips? Die Clips sind jeweils nur etwa 20 Sekunden lang und diese Dauer eignet sich außerdem ziemlich gut für Facebook-Werbung. Wir werden unser Glück auch auf TikTok probieren.

Im ersten Clip wird man etwas über das Ziel des Spiels erfahren, im zweiten Clip geht es um eine der Hauptaufgaben im Spiel und das dritte soll die Action und das Chaos im Spiel widerspiegeln.

Zuerst habe ich mit meinen Illustratorinnen Hannah und Nessi Storyboards erstellt.
Ich habe ihnen erklärt, dass ich im ersten Clip gerne hätte, dass die Magier am Marktplatz über den Midsommar-Wettbewerb erfahren, eine Rivalität zwischen den Magiern ausbricht und sie sich sofort auf den Weg machen, um sich auf den Wettbewerb vorzubereiten.

Das Storyboard zum ersten Clip.

Die Clips sollten nicht viel mehr als 5 Bilder beinhalten, denn je mehr, desto zeitaufwendiger wird die Unternehmung. Mit 5 Bildern und unterschiedlichen animierbaren Ebenen lässt sich schon ein hübsches Video gestalten.

Ausgearbeitet sah das Ganze dann so aus:

Auch gleich ein hübscher Comic.

Damit können wir einen eigenen Videoclip machen, haben einen Teil eines größeren Intros und auch gleichzeitig einen kleinen hübschen Comic.

Im Moment arbeiten wir an Ton und Text für das Video. Das Ganze sieht aber schon sehr cool aus. Mehr dazu, sobald es fertig ist.

Es gibt natürlich sehr viele Herangehensweisen, um solche Videos zu gestalten, einfachere, aber auch viel aufwendigere. Was sagst du zu unserem Plan? Lass uns einen Kommentar da.

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Klemens Luger Klemens Luger

31 - Reviews und Previews

31 - Reviews und Previews

... sind äußerst wichtig, um der Welt ein unbekanntes Spiel näher zu bringen. Es gibt eine riesige Menge toller Reviewer auf unterschiedlichen Social-Media-Plattformen, Magazinen, Podcasts und natürlich auf Youtube. Heute möchte ich euch vorstellen, was dahinter steckt.

Dabei gibt es zu beachten, dass viele der größeren Kanäle nur Reviews erstellen, also nur Spiele vorstellen, die bereits am Markt und für jeden zugänglich sind. Es gibt aber auch einige, die für noch unveröffentlichte Spiele Previews erstellen, wie für meinen Prototypen.

Außerdem sind Previews gerade im Videoformat sehr aufwendig. Um einen Youtube-Kanal aufzubauen, braucht man regelmäßig Uploads, um auch im Suchalgorithmus aufzuscheinen. Natürlich möchte man das Spiel auch vorher das ein oder andere Mal gespielt haben. Damit das Video eine Qualität hat, wie man sie auf Youtube gewohnt ist, ist auch ein bisschen Equipment, Vorbereitung und oft einiges an Nachbearbeitung nötig. Da du weißt, wie viele Spiele auf dem Markt oder Kickstarter erscheinen, könnt ihr euch vorstellen, dass es viel zu tun gibt. Viele machen das aus Leidenschaft, bei manchen wird es aber auch zum Beruf. Deshalb verlangen auch einige größere Kanäle für Reviews/Previews eine Aufwandsentschädigung und das ist auch verständlich.

Es gibt aber wirklich sehr viele, die Previews als Hobby machen und sich einfach freuen, einen Prototypen auf ihrem Tisch zu haben und Autoren zu unterstützen. Das Feedback aus der Brettspielcommunity war unglaublich toll.
Auf meine Anfrage nach Previewern haben sich so viele gemeldet, dass meine wenigen Prototypen vermutlich nicht jeden erreichen, bis der Kickstarter beginnt.
Ich hoffe, sie schaffen es überhaupt zu mehreren Personen, denn sie werden von einem Spieler zum Nächsten weitergeschickt. Bei so viel Versand kann so einem Spiel schon etwas zustoßen.
Zwei Englische sind nun in die USA unterwegs, einer nach England und zwei in der EU, genauso wie drei Deutsche Prototypen in Deutschland und Österreich unterwegs sind.
Ich bin sehr gespannt, wie weit ihre Reise geht.

Ich halte dich auf jeden Fall auf dem Laufenden. Hast du Fragen zu diesem Thema, freue ich mich, diese in den Kommentaren zu beantworten, sofern ich schon Erfahrungen dazu gemacht habe.

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Klemens Luger Klemens Luger

30 - Wenn man mehrere Prototypen fertigstellt...

30 - Wenn man mehrere Prototypen fertigstellt...

... ist man erst mal einige Zeit beschäftigt. Mein Set an Reviewprototypen nahm mich die letzten 3 Wochen sehr ein. Und sie mussten wirklich fertig werden, denn die 12 m² Karton und 14 m² Papier haben ziemlich viel Platz meiner Wohnung belegt.

Kreaturenaufsteller und Farbherzen für 3 Spiele

Mattlack für die Boxen, damit sie nicht so wasseranfällig sind

Schachteln trocknen und warten darauf, befüllt zu werden

Komponenten, bereit für die Schachteln

Hätte ich sie nicht selbst gemacht, sondern über meinen Hersteller, hätten mich 10 solcher Prototypen 2000-3000€ gekostet. Außerdem hätte ich vermutlich auch 2-2,5 Monate auf die Prototypen gewartet. Außerdem hätte ich die Arbeit meiner Illustratoren unterbrechen müssen, um ein paar Grafiken für den Druck anzupassen. Alles für Prototypen, bei denen viele Grafiken noch nicht in Farbe sind.
Prototypen beim Hersteller sind nicht immer so teuer, aber mein Spiel ist abgesehen davon, das ich keine Miniaturen oder andere komplexere Plastikkonstruktionen habe, ganz schön aufwendig und auch nicht klein. Je Spiel haben mich die Ressourcen etwa 55€ gekostet und insgesamt habe ich dabei 650 Einzelteile verarbeitet (Karton, Karten, Papier, Aufkleber, Kartenhüllen...).

Der fertige Spieleberg

Zwar brauchen sie immer noch viel Platz, aber sie fertig zu sehen, ist schon ein erleichterndes Gefühl. Nun gehts daran, sie zu verschicken. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

Hast du noch Fragen zum Basteln? Lass einfach einen Kommentar da, ich freu mich!

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Klemens Luger Klemens Luger

29 - Wenn der Prototyp hübsch geworden ist ... (fertig)

29 - Wenn der Prototyp hübsch geworden ist ... (fertig)

... würde man ihn am liebsten sofort allen Leuten zeigen! Ich meine wirklich auf allen Kanälen! Aber trotzdem ist noch etwas Geduld gefordert. Es wäre schade, schlechte Fotos online zu stellen, obwohl man eine Woche später richtig gute haben wird.

Für Fotos hab ich mir dann einen Freund mit guter Kamera und professionelle Beleuchtung ausgeliehen. Die Zeit, die man dafür braucht, darf man dabei nicht unterschätzen. Für etwa 45 schöne Fotos (nach der Aussortierung), die ein gutes Bild vom Spiel, der Spielatmosphäre und den Komponenten zeigen, haben wir schon einen ganzen Tag gebraucht.

Je nach Komponenten oder Spielaufbau haben wir Tisch und Beleuchtung x-mal umgestellt. Es schadet nicht, sich davor einen Plan anzulegen, welche Komponenten man aus welchem Blickwinkel sehen möchte, und die Reihenfolge der Fotos anhand der Blickwinkel zu erstellen. Das Spielbrett ständig schön auf- und abzubauen, würde sehr viel Zeit verschwenden.

Auch wenn alles selbst gemacht ist, darf man die Kosten und den Aufwand nicht unterschätzen. Ich habe etwa 55 € für Rohstoffe benötigt (2/3 waren allerdings dem Copyshop zuzuschreiben). Die Zeit, die ich zum Basteln benötigt habe: etwa 3 Tage. Daran waren allerdings vor allem die Trocknungszeiten des Sprühklebers schuld. Mit Buchbinderleim geht das Verkleben deutlich schneller.

Solltest du noch offene Fragen haben, nur her damit. Ich freu mich natürlich auch über sonstiges Feedback. Das war es erst mal zum Prototyp.

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Klemens Luger Klemens Luger

28 - Wenn der Prototyp hübsch werden soll ... (Teil 5, Pappmarker/Token/Standee)

28 - Wenn der Prototyp hübsch werden soll ... (Teil 5, Pappmarker/Token/Standee)

Bei meinen Kartonteilen wirds mit herkömmlichem Werkzeug vermutlich schon sehr schwierig. Denn die Formen meiner Token sind etwas komplizierter als gewöhnliche Rechtecke.

Wie du bereits sehen kannst, diese Formen sind mit dem Messer schon schwieriger aus dem Karton zu schneiden. Zumindest, wenn sie danach auch noch hübsch aussehen sollen.

Der Druck für diese Pappteile ist leider nicht so schön, ich habe dafür meinen eigenen Drucker und Stickerpapier verwendet, aber für den Prototyp reichts.

Sowohl die Pappteile als auch die Sticker hab ich mit dem Lasercutter ausgeschnitten. Dementsprechend sind Bleed und Margin auch hier wichtig. Gerade bei diesen Formen sind Bleed und Margin etwas schwieriger, deshalb haben wir uns zu einem Farbübergang entschieden, der auch etwas verschoben noch gut aussieht. Auch wenn der Laser sehr genau arbeitet, ich muss ihn dennoch manuell ausrichten und da merkt man jede Ungenauigkeit.

Die Sticker hab ich dann einfach auf den Karton aufgeklebt. Ja, das ist mühselig und dauert eine Weile, also am besten irgendeine Serie im Hintergrund ansehen. Aber es ist dann doch relativ genau und sieht verhältnismäßig gut aus.


2-mm-Karton ist gar nicht so leicht zu handhaben, da hilft ein Laser ungemein. Hast du noch andere Möglichkeiten im Kopf, wie man so was mit vertretbarem Aufwand hinbekommt? Ich bin für Ideen offen.

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Klemens Luger Klemens Luger

27 - Wenn der Prototyp hübsch werden soll ... (Teil 4, Spielplan)

27 - Wenn der Prototyp hübsch werden soll ... (Teil 4, Spielplan)

Es gibt sicher einige Möglichkeiten, wie man den Spielplan ausdrucken und bekleben kann. Aus irgendeinem Grund wollte ich das mit 4 Teilen machen, sodass auch jede Kante überklebt und dadurch stabiler wird.

Wenn du es so machst wie ich, musst du dir gut überlegen, an welcher Stelle und in welche Richtung der Spielplan gefaltet wird. An den Kanten, an denen die Spielplanteile verbunden werden, habe ich die Lasche verlängert, um etwas mehr Klebefläche zu haben. Beim Teilen des Bildes musste ich auch gut aufpassen, dass die Bilder an den Kanten schön ineinander übergehen. Der Bildausschnitt sollte immer etwas über die Kante hinausreichen (ich habe dafür 1-2 mm genommen). Sollte man es nämlich nicht schaffen, den Bildausschnitt komplett genau aufzukleben, wird man weiße Ränder sehen und das ist nicht besonders hübsch.
Soweit ich das mitbekommen habe, ist die Aufbereitung für die tatsächliche Produktion viel einfacher.

Die Seiten habe ich wieder mit Sprühkleber besprüht und den ersten Karton sauber aufgeklebt. Danach den nächsten Karton an die richtige Kante angelegt, auch festgeklebt und auch erst mal trocknen lassen. Dann mit dem nächsten Ausdruck überklebt. Auch hier habe ich für weitere Prototypen Buchbinderleim verwendet und die Verarbeitung und das Ergebnis war viel besser.

Auf der Rückseite habe ich den Spielplan noch mit Bucheinbandfolie verklebt. Zum einen, um die Faltkanten zu verstärken, und zum anderen auch für die Kante, die in die andere Richtung gefaltet wird. Ansonsten würde der Spielplan ja noch nicht zusammenhalten.
Wichtig ist dabei, die Kanten korrekt zu verkleben, wenn eine Stelle gefaltet werden soll, muss auch über die Falz geklebt werden (Bild 3).

Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Beim genauen Hinsehen merkt man schon, dass der Spielplan handgemacht ist, aber er sieht gut aus, ist stabil und fühlt sich nicht schlecht an. Man erhält einen verlässlichen Eindruck vom Material und das war ja auch das Ziel.

Bestimmt fallen dir noch weitere Möglichkeiten ein, wie man so einen Spielplan basteln kann, ich freu mich über Ideen in den Kommentaren. Im nächsten Beitrag gehts um die Pappmarker/Token, die normalerweise gestanzt werden

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