24 - Wenn der Prototyp hübsch werden soll ... (Teil 1, Copyshop)
... lässt man ihn am besten von jemand anderem machen! Allerdings wird das schwierig, wenn man sehr viele spezielle Komponenten hat. Deshalb habe ich alles selbst gemacht. Der Aufwand ist allerdings sehr hoch und mein Weg ist sicher nicht ideal. Ich werde so gut es geht erklären, wie ich meinen Reviewprototyp selbst bastle. Dabei gibt es sicher einige Schritte, die man besser lösen kann. Da ich noch einige vor mir habe, freue ich mich sehr über kreative Vorschläge dazu, was ich vielleicht besser oder einfacher machen kann, ohne dabei Qualität zu verlieren oder deutlich mehr Aufwand zu haben.
Der erste Weg führt mich zum Copyshop.
Spielkarten lassen sich noch am besten am eigenen Drucker ausdrucken. Da die Farbqualität meines eigenen Druckers nicht so großartig ist, hab ich sie im Copyshop drucken lassen. Für Karten würde ich 300-g- oder 350-g-Papier nutzen, da dies generell auch der üblichen Papierstärke entspricht. Die Stärke ist nicht das Einzige, was für Spielkarten relevant ist, aber für einen schönen Prototyp sollte es auf jeden Fall ausreichen.
Die Spielerhilfen wurden auch auf 350-g-Papier gedruckt. Auch wenn es nur Informationsblätter sind, fühlen sie sich einfach besser an. Für eine finale Version würde ich aber dennoch robusteres Material nehmen, das sich nicht so leicht wölbt.
Die Spielregeln zu drucken, ist deutlich komplizierter, als man sich denken würde. Eigentlich sollten meine Spielregeln fast so groß werden wie die Brettspielbox selbst. Das wäre aber in diesem Copyshop nicht möglich gewesen. Für die Spielregeln ist ein beidseitiger Druck nötig und da jedes gedruckte Blatt 2 Seiten entspricht, braucht man ein relativ großes Format. Wenn ich also Spielregeln in einer Größe von 280 mm x 280 mm möchte, wäre der Ausdruck 280 mm x 560 mm. Was größer ist als A3. Die Regeln als Broschüre zusammenheften, ist im Copyshop wirklich günstig, und es sieht gleich mal hübsch aus. Papier habe ich hier 140 g genommen.
Für alle größeren Ausdrucke, die ich zum Bekleben von Karton benötige, habe ich Posterpapier mit einer Stärke von 160 g bedrucken lassen. Je nach Größe eures Spiels geht das vielleicht auch ohne Posterdruck. Viele meiner Grafiken sind allerdings größer als A3 und mussten deshalb per Poster gedruckt werden. Das Boxcover für eine Schachtel im Format 300 mm x 300 mm x 100 mm benötigt einen Ausdruck von etwa 550 mm x 550 mm Fläche.
In einer finalen Version des Spiels wäre der Karton der Schachtel auch mit 160-g-Papier bezogen. Es ist auf jeden Fall wichtig, dass dieses Papier nicht zu dünn ist. Denn die Ecken so einer Schachtel werden nicht vom 2 mm dicken Karton zusammengehalten, sondern nur vom Papier selbst und das sollte deshalb nicht leicht reißen.
Auch wenn viele Illustrationen und Details noch nicht fertig sind, es ist ein tolles Gefühl, Ausdrucke in schöner Qualität vor sich liegen zu haben. Mit diesem Stand der Grafiken erhält man einen ausgezeichneten Eindruck vom Spiel und man kann sich vorstellen, in welche Richtung sich Grafiken entwickeln.
In den nächsten Wochen werde ich noch berichten, wie es mit den Ausdrucken weitergeht. Bei den einzelnen Komponenten gehe ich dabei natürlich etwas genauer ins Detail.
Falls du Fragen zum Druck hast, hinterlasse mir einen Kommentar. Ich freue mich natürlich auch sehr über Feedback und Verbesserungsvorschläge.
